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Die Psychologie der Suchmaschinenoptimierung

Was kennzeichnet zeitgemäße Optimierungskonzepte? Bevor ich die auf der ersten Seite aufgezählten Stichworte nachfolgend erläutere, will ich noch mal kurz zusammenfassen, worum es überhaupt geht, und warum ich hier bislang nichts von Metatags- und Keyword-Dichte und dergleichen erzählt habe. Moderne Suchmaschinen haben sich längst von der reinen (und manipulierbaren) Quelltext-Auswertung abgewandt. Völlig andere, zum Teil leider nicht oder wenig beeinflussbare Faktoren, spielen inzwischen eine dominante Rolle. Und eine Hauptrolle, auch im Cyberspace, spielt nach wie vor der Mensch, der potentielle Besucher. Ihm gilt deshalb unsere besondere Aufmerksamkeit, und der Schwerpunkt dieser Abhandlung ist gewissermaßen die Psychologie von Mensch und Maschine
 

Marktforschung

kommt als Begriff ein wenig großkotzig daher, bedeutet aber eigentlich nur, dass man schaut, ob es für ein Angebot auch ein Publikum gibt. Für ein großes Projekt können das sehr aufwendige statistische, infrastrukturelle und werbepsychologische Recherchen durch Gutachter und Institute sein, für eine normale Homepage reicht es unter Umständen schon, wenn man ein bisschen rum-googled, und für den reinen Hobby-Bastler ist ohnehin völlig zweitrangig, ob es für sein Hobby auch Interessenten/Zuschauer gibt.
 
Wie so oft, sind es aber gerade die einfachsten Grundlagen, über die man sich am wenigsten Gedanken macht. Bevor man also eine "Kathedrale auf Sand" baut, sollte man sich eine Reihe ganz simpler Fragen stellen, die man womöglich, gerade weil sie so simpel sind, unbewusst außer Acht ließ:
 
Sucht überhaupt jemand nach diesem Thema? Das schönste Thema der Welt nutzt nichts, wenn niemand danach sucht. Und alle Suchmaschinenoptimierung ist dann natürlich auch für die Katz. Ich kenne nett gemachte Seiten, mit Top-Position bei Google, die aber trotzdem völlig besucherfrei sind, weil niemand nach den Keywords, für die sie Top-Positionen haben, sucht. Eine Position in der Top-Ten bei Google ist also völlig relativ, und bedeutet nicht automatisch, dass man auch tatsächlich und zahlreich gefunden wird.
    Gegebenenfalls muss man ein Nebenthema integrieren, um den Besuchern über dieses Nebenthema sein eigentliches Anliegen unterzujubeln. Eventuell reicht es auch schon, über andere, verwandte Stichwörter (Keywords) den Kontakt zum Suchenden herzustellen.
 
Wie groß ist die Konkurrenz? Ein einfaches Beispiel: Natürlich suchen extrem viele Leute nach Paris Hilton oder Britney Spears. Gleichzeitig gibt es aber auch Millionen Websites, die sich mit diesen Personen befassen, und unter diesen Millionen sind vermutlich wenigstens ein paar Hundert, die schon recht gut etabliert sind. Fazit: Obwohl ohne Zweifel nach diesen Begriffen gesucht wird, ist es nahezu aussichtslos, dafür eine gute Suchmaschinenposition zu erringen. Ideal ist also ein Begriff, nach dem jeder sucht, für den es aber keinerlei Angebot gibt. Was aber fast schon eine Paradoxie wäre. Dennoch gibt es, wie im richtigen Leben, auch bei Suchmaschinen immer wieder diverse Marktlücken und Nischen, in die man vordringen kann. Aber wer nicht sucht, forscht und googled, der kann sie auch nicht finden.
 
Was erwarten die Suchenden? Auch das ein nicht zu unterschätzender "Knackpunkt". Stellt euch vor, es wird tatsächlich nach eurem Thema gesucht, ihr habt eine gute Position bei Google, zahlreiche Besucher landen auf eurer Startseite, aber ein großer Teil von ihnen sagt dann: "Wat is dat denn" und geht wieder. Enttäuschte Erwartung. Hat der Besucher vielleicht unter besagtem Stichwort etwas ganz anderes erwartet, wurde für ihn nicht deutlich, was auf der Seite geboten wird, war das Layout der Seite (aus Sicht des Besuchers) völlig konträr zum Thema? Alle diese Punkte werden noch unter dem Aspekt Layout erläutert. Hier soll nur deutlich gemacht werden, dass auch die potentiellen Erwartungen der Besucher zur "Marktforschung" gehören, wenn man keine bösen Überraschungen und Enttäuschungen erleben will.
 
Tools:
Google.de Oben rechts wird bei den Suchergebnissen angegeben, wieviele Seiten zum Thema gefunden wurden. Das gibt einen groben Überblick darüber, wie groß die Konkurrenz ist. Weitere Aufschlüsse darüber, was Sucher eventuell erwarten, gibt ein Rumstöbern in den Seiten der Top Ten. Sie haben diese Position nicht umsonst!
Google-Keyword-Tool Mit diesem Tool bekommt ihr einen Überblick, wie oft nach einem bestimmten Keyword gesucht wird, wie groß die Konkurrenz (der Anbieter) ist, und welche alternativen, sinnverwandten Keywords es gibt. Eigentlich für Adwords-Anzeigenkunden gedacht, aber ganz allgemein sehr hilfreich für die Keyword-Optimierung.
Alexa.com Ob eine Seite tatsächlich auch viele Besucher hat, und nicht nur gute Google-Position oder PageRank, könnt ihr bei Alexa erfahren. Das Ranking dort orientiert sich ausschließlich an Besucherzahlen, und wenn eine Site in der Top 100.000 (weltweit) ist, dann ist das schon ziemlich gut.
 
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